Unser privater Waldkindergarten, gegründet im September 2006, betreut derzeit zwei verschiedene Gruppen. Eine reguläre Kindergartengruppe vormittags mit 22 Mädchen und Buben im Alter von 3 bis 6 Jahren, sowie eine Spielgruppe mit Kindern im Alter von 1 ½ bis 3 Jahren. Seit 2010 besucht ein Kind mit Down-Syndrom unseren Kindergarten. Für alle Kinder und Betreuer der Gruppe bedeutet die Inklusion eines Kindes mit Behinderung eine besondere Chance. An den Tagen, an denen alle Kinder anwesend sind, begleiten immer drei Betreuer die Gruppe, somit besteht das pädagogische Team aus fünf Fachkräften, Franziska Bortenschlager, Angelika Frank, Georgine Ehrmaier, Claudia Herold und Lena Freiberg. Alle fünf tragen den Kindergarten gemeinsam, es ist ihnen sehr wichtig, als Team verstanden zu werden, in dem jeder seine Schwerpunkte ausübt.

Franziska Bortenschlager, Erzieherin, * 21.02.1966

Mit Erfahrungen aus verschiedenen Einrichtungen (Regelkindergarten, heilpädagogisch orientierte Heimarbeit, Kinderhort-Hausaufgabenbetreuung) habe ich im Waldkindergarten meine Heimat gefunden.

Der Wald ist der ideale Ort, um Stille zu erleben, zu lauschen und sich für feinste innere und äußere Vorgänge zu sensibilisieren. In vielen Ritualen versuchen wir jeden Tag, im Einklang mit der Natur und mit den christlichen Jahreskreisfesten die Kinder auf den Lebenskreislauf des Werdens und Vergehens einzustimmen.

Zauberhaft ist es zu beobachten, wie sie lernen, sorgsam mit ihrer Umwelt umzugehen, weil die Kinder dem Spirituellen, dem Unsichtbaren, dem Märchenhaften noch viel näher sind als wir Erwachsenen. Wunder, ich erlebe sie jeden Tag, und es erfüllt mich mit großer Freude und Dankbarkeit.

Im Frühjahr 2011 habe ich eine Weiterbildung zur Naturlehrerin bei Rudolf Hettich abgeschlossen, es freut mich besonders, dieses Wissen an die Kinder weitergeben zu dürfen.


Angelika Frank, Dipl. Sozialpädagogin FH, * 03.05.1963

Mit großer Verbundenheit zur Pädagogik von Maria Montessori fühle ich mich im Wald sehr zu Hause. Ihre Leitlinien, "Hilf mir es selbst zu tun" passen sehr gut mit unserem Konzept der Naturpädagogik überein. Zeit haben für die Zauberwurzel, eine Ameisenstraße, Steine sammeln am Wegesrand oder einfach nur zum Zuhören. Kinder, die auf Bäume klettern können und gelernt haben, hinzufallen, ohne sich zu verletzen, gewinnen Sicherheit und Selbstbewusstsein. "Die Phantasie ist der Muskel der Seele." Die Natur bietet eine Vielfalt an Material und kreativen Möglichkeiten des freien Spiels und somit ein unendliches Spektrum für Konstruktions-, Bewegungs- und Rollenspiele. Meine persönlichen Schwerpunkte liegen in der Projektarbeit (Würzburger Sprachprogramm, Zahlenland u.s.w.) kreative Waldart, Elternarbeit, aber vor allem im Geschichten erzählen was ich mit großer Leidenschaft ausübe. Vor geraumer Zeit habe ich eine Märchenausbildung mit dem Märchendiplom abgeschlossen. Ich freue mich auf meine Arbeit mit den wunderbaren Kindern.


Georgine Ehrmaier, Kinderpflegerin, * 18.12.1959

Basierend auf der langjährigen Erfahrung im Hauskindergarten freue ich mich, dieses Wissen mit natürlichen Mitteln im Waldkindergarten umsetzen zu können. Unter dem Motto "Hurra - die Welt wird entdeckt und meine Fähigkeiten, die ich dazu brauche- ob Rühren im Schlamm, Schnitzen, Schneiden, Malen, Basteln, Forschen, Wissen sammeln über Geschichten und Erzählungen, auf Bäume klettern und in Pfützen waten - die Welt ist schön und ich bin neugierig auf die unzähligen Facetten", verstehe ich meine Tätigkeit im Waldkindergarten. Bestimmungsbücher für Pflanzen, Bäume und Tiere sind für mich ein wichtiger Bestandteil meines Rucksacks, denn was man in seiner Umwelt kennt und schätzt, das wird man auch schützen. Ich freue mich jeden Tag, wie sich die Kinder mit ihren Erlebnissen in einer natürlichen Umgebung und mit oft einfachen Mitteln gesund weiterentwickeln.








Lena Freiberg, Erzieherin * 5.12.87

Mit großer Freude habe ich mich entschlossen im Waldkindergarten als Integrationshilfe tätig zu sein.

"Einfachheit ist der Mut zum Wesentlichen".

Aus der tiefen Verbundenheit zur Natur und der Überzeugung für die Wald- und Naturpädagogik, in der jedes Kind die Möglichkeit hat, sich mit allen Sinnen zu entwickeln, die Phantasie zu beflügeln und dadurch vor allem das Selbstwertgefühl zu stärken, beziehe ich meine persönliche Begeisterung für diese heilsame Betreuung der Kinder.
In meiner besonderen Aufgabe als Inklusionskraft wirke ich wie ein Bindeglied, ein Begleiter zwischen Gruppe und Kind. Kinder mit und ohne Behinderungen sollten bei uns Raum finden, gemeinsam Kind zu sein. Wir können von ihnen lernen, wie selbstverständlich ´Annehmen` ist. Neben verschiedenen Tätigkeiten im Elementarbereich, konnte ich auch Erfahrungen im Frauenhaus sammeln. Derzeitig arbeite ich hauptberuflich als Erzieherin mit verhaltensauffälligen Kindern.


Claudia Herold, Erzieherin, * 06.03.1971

Ich habe bereits Erfahrungen im Regelkindergarten, in der Kindergrippe und im Eltern-Kind-Programm gesammelt, doch gerade die Umgebung Wald beeinflusst und inspiriert mich sehr. Was der Wald uns als Aufenthaltsort bietet und auch die Fülle der Materialien lohnen sich zu erkunden! Gerade Kleinkinder entdecken die Welt über ihre Sinne. Diese ganzheitliche Wahrnehmung in ruhiger Umgebung versuche ich in der Waldspielgruppe besonders anzusprechen. "Was nicht über die Sinne geht, kann den Verstand nie erreichen!"









Bartholomäus Waldhund, genannt Bartl, * 21.06.2009 ("6. Pädagoge")

Ich bin eine steirische Rauhhaarbracke und selber noch sehr jung, möchte aber mit den Kindern gemeinsam viel lernen, vor allem Respekt im Miteinander. Ganz im Sinne der Naturheilerin Hildegard von Bingen: "Gib dem Menschen einen Hund und seine Seele wird gesund."

Die Kinder haben natürlich klare Regeln, wie sie mit mir umgehen sollen:
  • Wenn ich schlafe, will ich nicht gestört werden.
  • Bevor die Kinder mich streicheln, will ich angesprochen werden (sonst erschrecke ich vielleicht!).
  • Ich mag nicht, dass sich jemand über mich beugt.
  • Ich will nicht von allen gleichzeitig gerufen werden. Da kenn ich mich ja nicht mehr aus!
  • Die einzigen Befehle die ich von den Kindern annehme, lauten "Sitz" bevor es ein "Leckerli" gibt, "Aus", wenn ich etwas nicht haben darf oder Ablegen, wenn ich wirklich Ruhe geben muss.
  • Gelobt werde ich gerne, wenn ich etwas gut gemacht habe.
  • Ich mag nicht auf den Kopf geklopft werden und will immer nur in Fellrichtung von Kopf zum Schwanz gestreichelt werden.

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